Die Material- und Informationsflussmethode wurde vom Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg im Rahmen des Projektes „eco-effizienz“ - einem Pilotprojekt zur Steigerung der Effizienz von Material- und Informationsflüssen in Unternehmen – entwickelt und publiziert.
Ein Material- und Informationsflussmodell (MIFM) besteht aus einer Gesamtsicht, welche beide Teilmodelle vereint. Die elementarsten Objektes des MIFM sind Mengen- und Informationsstellen.
Mengenstellen lassen sich über gerichtete Kanten miteinander verbinden. Diese Kanten unterscheiden sich in folgende Kantenarten:
| Name | Grafische Repräsentation | Bedeutung |
|---|---|---|
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Normalfluss |
Durchgezogene Kante, einfache und offene Pfeilspitze |
Allgemeiner Materialfluss von einer Mengenstelle A zu einer Mengenstelle B |
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Reststoffe |
Gestrichelte Kante, einfache und offene Pfeilspitze |
Verdeutlicht den Fluss von Materialien aus produzierenden oder verarbeitenden Mengenstellen hin zu einer Mengenstelle, die das Material als Reststoff aufnimmt |
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Retour |
Gestrichelte Kante, doppelte und offene Pfeilspitze |
Veranschaulicht den Rückfluss eines Materials von einer Mengenstelle B zu einer Mengenstelle A (z.B. fehlerhafte Materialien) |
Allen Materialflüssen kann eine textliche Information in Form eines „Materialpakets“ beigelegt werden, was eine Beschreibung der transportierten Materialien darstellt. Ebenso kann über die Eigenschaft „Art des Flusses“ der Entwicklungsstand des Materials spezifiziert werden:
Alle Mengenstellen und Materialfluss-Kanten können in eine Systemgrenze gelegt werden, die bspw. eine Abteilung oder auch ein ganzes Unternehmen darstellt. Liegt eine Mengenstelle in einer Systemgrenze, so wird diese automatisch in einem dunkleren Farbton dargestellt.
Das Informationsmodell ist konzeptuell dem Materialflussmodell sehr ähnlich. Der Objekttyp der Informationsstelle wird hierbei jedoch durch vier Diagrammelemente dargestellt:
Eine durchgezogene gerichtet Kante ermöglicht die Visualisierung eines Informationsflusses zwischen zwei Informationsstellen. Im Gegensatz zur Mengenstelle ist es außerdem noch möglich, ein Kommentarfeld an jede Informationsstelle zu setzen.
Analog zum Materialflussmodell können Systemgrenzen angelegt werden, wobei involvierte Informationsstellen dunkler gefärbt werden und sich somit eine Unterscheidung zwischen internen und externen Stellen herstellen lässt.
Für die Verwendung der Methode steht eine kostenlose Demoversion des Cubetto® Toolset zur Verfügung.
